IFM eröffnet Repräsentanz in den Vereinigten Arabischen Emiraten

IFM eröffnet Repräsentanz in den Vereinigten Arabischen Emiraten

Mit Ana Sargic hat das IFM eine kompetente Repräsentantin für die VAE gefunden, die dort bestens vernetzt ist, die geschäftlichen und kulturellen Gewohnheiten kennt und mit der Mentalität der Unternehmer in diesen Ländern bestens vertraut ist.

 

 

Ana Sargic - UAE - Serbia

Ana Sargic

IFM – Repräsentantin in den Vereinigten Arabischen Emiraten

 

VAE: Beim Schritt in die Vereinigten Arabischen Emirate gibt es für deutsche Unternehmen zwei Möglichkeiten:

 

Entweder sie gründen eine Niederlassung in einer der Freihandelszonen – oder sie beziehen einen lokalen Partner ein. Beides hat genauso Vor- wie Nachteile.

 

Derzeit sind nach Angaben des IFM mehr als 800 deutsche Firmen in den Vereinigten Arabischen Emiraten aktiv – angelockt von politischer Stabilität, einer liberalen Wirtschaftspolitik, geringen Steuerbelastungen sowie einer hervorragend ausgebauten Infrastruktur.

 

Beim Schritt in die Emirate gibt es jedoch auch Einschränkungen: Ausländer können ihre Niederlassung nur in einer der Freihandelszonen vor Ort gründen – oder als sogenannte Mainland-Gesellschaft im Staatsgebiet gemeinsam mit einem lokalen Partner, der die Mehrheit am Unternehmen halten muss. „Hier die richtige Option für die eigenen Aktivitäten vor Ort zu wählen ist ein zentraler Faktor für den Erfolg in den VAE“, sagt Ana Sargic. „Mit einer umfangreichen Vorbereitung lässt sich vermeiden, dass später das gesamte Projekt aufgrund einer fehlerhaften Standortwahl scheitert.“

 

„Gründungen von Niederlassungen und Gesellschaften im Staatsgebiet der VAE sind weiterhin ohne die Beteiligung von Staatsangehörigen der VAE nicht möglich“, so Ana Sargic. „In den VAE ist vieles möglich. Ich kenne jedoch kaum etwas, das in den vergangenen Jahren so streng umgesetzt wurde wie das Prinzip der lokalen Beteiligung.“ Daran hätten weder der Beitritt zur Welthandelsorganisation (WTO) im Jahr 1995 noch die lange erwartete Änderung des Gesellschaftsrechts im Jahr 2015 etwas geändert.

 

Es könnte aber bald Ausnahmen geben

 

Viele Experten, und so auch Ana Sargic hatten damals erwartet, dass eine allgemeine Öffnungsklausel aufgenommen wird, die es Ausländern erlaubt, auch ohne lokale Beteiligung ein Unternehmen im Staatsgebiet zu gründen. Eine Lockerung ist zwar seit September 2017 nunmehr gesetzlich möglich, bedarf zur Umsetzung aber noch eines Kabinettsbeschlusses. Aufgrund verschiedener öffentlicher Verlautbarungen im vergangenen Jahr gehen Experten nun davon aus, dass mittlerweile ein Beschluss gefasst wurde, wonach bestimmte Wirtschaftssektoren in Zukunft von diesem lokalen Mehrheitserfordernis ausgenommen werden sollen. Welche Bereiche das sein werden und wie genau die Umsetzung aussehen wird, ist jedoch selbst für Experten schwierig einzuschätzen und bleibt deshalb abzuwarten.

 

Für deutsche Mittelständler, die eine Niederlassung oder Gesellschaft im Staatsgebiet der Emirate – dem sogenannten Mainland – gründen möchten, bedeutet das, dass sie weiterhin maximal 49 Prozent der Anteile halten dürfen. Nebenabsprachen, die dieses Modell aushebeln, sind zwar üblich, aber wohl rechtswidrig. Gleichwohl wurden sie in den vergangenen Jahren vielfach praktiziert. Oft lag das wirtschaftliche Eigentum tatsächlich beim ausländischen Investor, der lokale Partner trat nur vor dem Gesetz als Mehrheitseigner auf. Ana Sargic rät von solchen Absprachen ab: Denn die Justiz in den Emiraten habe klargestellt, dass entsprechende Vereinbarungen im Streitfall unwirksam seien und vor Gericht keinen Bestand hätten. Und solche Verfahren sind nicht selten: „Denn es kommt immer wieder vor, dass der lokale Partner den Eindruck bekommt, die Geschäfte laufen besser als ursprünglich erwartet – und dann ein größeres Stück vom Kuchen abhaben möchte“, berichtet Ana Sargic.

 

EXPO 2020 treibt Geschäft

 

Nach wie vor bieten die Vereinigten Arabischen Emirate vielfältige Chancen für mittelständische Unternehmen aus dem Ausland – auch wenn sich die Ausrichtung in den vergangenen Jahren verändert hat. „Die VAE haben sich zu einem reifen Markt entwickelt“, so Ana Sargic.

 

Im Hinblick auf die „Expo 2020“, die in Dubai stattfinden wird, sieht sie gute Chancen im Dienstleistungssektor. Ebenso prognostiziert sie darüber hinaus Unternehmen aus der Industrie und der petrochemischen Chemie gute Wachstumsmöglichkeiten in den Emiraten. „Aus meiner Erfahrung sind die Vereinigten Arabischen Emirate sehr stark daran interessiert, Investoren aus den Bereichen Medizin, Umwelt, Energie, Erziehung, Bau und Informationstechnologie anzulocken.“, so Sargic.

 

Netz des Geschäftspartners

 

Um diese Chancen zu nutzen, sollten Unternehmer auch abseits des rechtlichen Zwangs auf eine lokale Beteiligung setzen, rät Ana Sargic: „Ein Erfolg in den VAE ist nur mit einem guten lokalen Partner möglich“. Dieser kenne sich im Land aus, wisse um die kulturellen Gepflogenheiten und könne die Türen zu öffentlichen Aufträgen öffnen. „Alle politischen und behördlichen Entscheidungsträger vor Ort sind und bleiben Emirats. Ein guter lokaler Partner hilft, aktuelle Änderungen zu verstehen und angemessen darauf zu reagieren. Außerdem kann er im Streitfall als Moderator dienen.“ Daher sollten Unternehmer sich viel Zeit für die Suche nach dem passenden Partner nehmen. „Alle anderen Entscheidungen, etwa ein unpassender Bürostandort, lassen sich im Nachhinein noch ändern. Mit dem Partner geht man aber eine langfristige Beziehung ein.“

 

Ana Sargic weiß um die Bedeutung von Kontakten: „Um ein Geschäft in den Emiraten aufzubauen, sollte man vor allem Beziehungen aufbauen. Eine gute Möglichkeit dafür sind die zahlreichen Businessclubs, die es für die verschiedensten Branchen, Berufsgruppen und Länder gibt.“ Auch dort lassen sich oft passende Partner für das eigene Geschäft finden – und so die Grundlagen für den Erfolg in den Emiraten schaffen.

 

 

 

Mehr Informationen – Fragen – Kommentare

Bitte kontaktieren Sie Ana Saric:

a.sargic@institut-mittelstand.com

+49 172 73 40 745 Germany

+381 65 50 81 036 Serbia

+971 56 18 97 372 UAE

 

 



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