EU opening to Serbia and Montenegro

Already in 2012, the EU has opened the accession negotiations with Serbia and Montenegro. The progress of the EU rapprochement made to date has been estimated with moderate optimism by the EU officials.

from Zoran Barac, Lawyer, IFM Representative of the Countries of Western Balkans Partner, LSK – Rechtsanwälte, Berlin und Belgrad

Concerning Serbia, several reforms in various areas are being implemented. It is still to observe that there are deficits of democracy, disadvantage faced by the media, critical of the government and a non-sufficient judiciary independence.

Regarding the accession progress to the EU, Montenegro has been estimated as more advanced. Up to now, 30 of the 35 accession chapters have been opened. The internal political situation is a source of concern, though. The Parliament of the Republic of Montenegro is being boycotted by half of the opposition, for different reasons, mostly for those of alleged corruption of the government.

Despite a non-disputed existence of inadequacies, the EU Commission, in one of its recently published strategy documents, remains of the opinion that ´EU membership of the Western Balkans countries is of interest for the Union in political, economic and aspects of security policy. In all countries, however, extensive reforms are first to be implemented and this with increased pace of reform. Specifically, the Commission requires a „comprehensive, legally binding agreement between Serbia and Kosovo´. For the process of transformation, the EU offers its support to the countries of the Western Balkans.

The EU Commission’s desire is that Serbia and Montenegro should be ´ready for a membership till 2025´. Although it is a non-committal statement, it indicates that the accession perspective has been made not only for the two countries but also for other countries of the Western Balkans.

Regarding the accession date of a new EU member, statements of EU officials point out that the date depends solely on ´the implementation of strict legal, political and economic requirements´. First of all, the legal state has to be strengthened, the fight against corruption and organised crime to be led with determination and freedom of opinion and the media to be guaranteed.

 

German:

EU öffnet sich Serbien und Montenegro

Die EU hat bereits im Jahr 2012 die Beitrittsverhandlungen mit Serbien und Montenegro eröffnet. Die bisherigen Fortschritte der EU-Annäherung schätzen die EU-Vertreter verhalten optimistisch ein.

von Rechtsanwalt Zoran Barac, IFM Repräsentant für die Länder des Westlichen Balkans Partner, LSK – Rechtsanwälte, Berlin und Belgrad

Bezüglich Serbien werden zahlreiche Reformen in verschiedenen Bereichen durchgeführt. Immer noch werden jedoch Demokratiedefizite, die Benachteiligung von regierungskritischen Medien und unzureichende Justizunabhängigkeit beklagt.

Montenegro wird bezüglich seines EU-Beitritts als fortschrittlicher eingeschätzt. Bisher wurden 30 von 35 Beitrittskapiteln eröffnet. Besorgnis erregt die innenpolitische Lage. Das Parlament der Republik Montenegro wird durch etwa die Hälfte der Opposition aus verschiedenen Gründen, insbesondere wegen der angeblichen Korruption des Regierungsapparats, boykottiert.

Trotz der unstreitig vorhandenen Unzulänglichkeiten bleibt die EU-Kommission in einem vor einigen Tagen veröffentlichten Strategiepapier bei der Einschätzung, dass „eine EU-Mitgliedschaft der Westbalkan-Staaten im politischen, sicherheitspolitischen und wirtschaftlichen Interesse der Union ist“. Zuvor müssten in den Ländern aber umfangreiche Reformen vorgenommen und das Reformtempo beschleunigt werden. Konkret fordert die Kommission etwa ein “umfassendes, rechtlich bindendes Normalisierungsabkommen zwischen Serbien und Kosovo”. Für den Transformationsprozess biete die EU dem Westbalkan ihre Unterstützung an.

Nach dem Wunsch der EU-Kommission sollten Serbien und Montenegro bis 2025 “für eine Mitgliedschaft bereit sein“. Obwohl es sich um eine unverbindliche Aussage handelt, soll damit den beiden Ländern, jedoch auch den anderen Staaten des Westbalkans die Beitrittsperspektive in Aussicht gestellt werden.

In den Aussagen der EU-Vertreter wird insoweit darauf hingewiesen, dass der konkrete Beitrittstermin eines neuen EU-Mitglieds ausschließlich davon abhänge, wann das jeweilige Land “die strengen rechtlichen, politischen und wirtschaftlichen Voraussetzungen tatsächlich und vollständig erfüllt”. Insbesondere müsse die Rechtsstaatlichkeit gestärkt, der Kampf gegen Korruption und organisierte Kriminalität entschlossen geführt und die Meinungs- und Medienfreiheit garantiert werden.

 



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